Der Klub für Terrier e.V. von 1894 ( KfT ) ist Mitglied des Verbandes für das Deutsche Hundewesen ( VDH ) und über diesen der Fédération Cynologique international ( FCI ) angeschlossen.
Züchter des KfT unterwerfen sich den Vorschriften dieser Vereinigungen und züchten nach den geltenden Regeln. Diese Regeln sind in der Zuchtordnung festgelegt und können als Download eingesehen werden. Die wichtigsten Vorschriften sind:
- die Zucht-Zulassung der Hunde
- die Zucht-Erlaubnis
- die Wurfkontrollen und -abnahmen durch den Zuchtwart
- die Ahnentafeln der gezüchteten Hunde
- der Maßnahmenkatalog bei Zucht-Verstößen
Es darf nur mit gesunden, verhaltenssicheren Hunden gezüchtet werden, die in das jeweilige Zuchtbuch des KfT eingetragen sind und die vom KfT festgelegten Zuchtvoraussetzungen erfüllen. Diese Zuchtvoraussetzungen beinhalten die Altersbegrenzung, Zuchtpausen, gesundheitliche Mindest-Voraussetzungen und das Bestehen von Zuchtzulassungsprüfungen.
Der angehende Züchter hat neben den formellen Voraussetzungen wie das Beantragen eines Zwingernamens auch die örtlichen Bedingungen einer Zuchtstätte zu schaffen und sein kynologisches Wissen durch Teilnahme an Schulungen nachzuweisen. Die Zwingerzulassung erfolgt durch den zuständigen Zuchtwart.
Jeder Wurf muss innerhalb der ersten beiden Lebenswochen von dem zuständigen Zuchtwart besichtigt und nicht vor Vollendung der 8. Lebenswoche von diesem abgenommen werden. Bei dieser Wurfabnahme hat der Zuchtwart
- die Identität jedes Welpen anhand des vom Tierarzt eingesetzten Mikrochips mit der vom KfT vergebenen Zuchtbuchnummer festzuhalten
- zu überprüfen, ob die Entwurmungen durchgeführt wurden
- zu kontrollieren, ob die Impfpässe vorliegen und die vorgeschriebenen Impfungen erfolgt sind
- die Welpen zu begutachten und in diesem Alter erkennbare Fehlentwicklungen im Wurfabnahmeprotokoll zu vermerken
Nachdem das Wurfabnahmeprotokoll beim Zuchtbuchamt des KfT eingegangen ist, werden für die Welpen beglaubigte Ahnentafeln ausgestellt und im Zuchtbuch registriert. Diese Ahnentafeln sind weiterhin Eigentum des KfT, jedoch hat der jeweilige Eigentümer des Hundes ein Besitzrecht an der Ahnentafel. Sehen Sie hierzu die Zucht-Ordnung des KfT (Download als pdf-Datei).
Wir, das sind Vitalina, Ludwig, Anna und Lukas Fischer aus Neubiberg bei München. Wir bewohnen ein Haus mit einem Garten in der schönen alten ‚Gartenstadt Neubiberg'. Schon von Anfang an ist bei uns der Wunsch nach einem Vierbeiner als Familienmitglied ausgeprägt gewesen. Unser erster Hund war eine wunderschöne Rauhaardackelhündin. Leider ist Medi 2004 im hohen Alter von 14 Jahren von uns in die ewigen Jagdgründe vorausgegangen. Das Haus war nun merklich ruhiger geworden und die täglichen freudigen Begrüßungen unserer Medi fehlten uns allen. Der Kontakt zur Hundehaltergemeinschaft im nahegelegenen Schopenhauer Wald verlor sich langsam und man dachte wehmütig an die vielen schönen Spaziergänge und Stunden mit Medi zurück. Kurzum, in jedem von uns keimte langsam aber sicher der Wunsch nach Veränderung: ein neuer Partner mit einer feuchten Schnauze und einem charaktervollen Blick musste unbedingt her!
Wir haben im Fernsehen und im Internet Bilder von George W. Bush's Barney gesehen, dann war es um uns geschehen! Fortan konzentrierte sich die Suche nur noch auf eines: Es musste ein Scottish Terrier sein. Wir begannen ausgiebig im Internet zu recherchieren und wurden schließlich bei Frau Frank in Irsingen fündig. Damals, im März 2005, gab es mehrere Würfe mit vielen Welpen. Bei unserem Besuch konnten wir unser Glück gar nicht fassen: die Welpenstube war voll mit den schönsten Welpen der Welt! Wir wollten unbedingt ein Mädele haben, aber Frau Frank hat keine abzugeben gehabt. Schweren Herzens und traurig sind wir wieder nach Hause gefahren. Plan B war dann ein Züchter aus Augsburg, mit dem wir dann nach 6 Stunden einig geworden sind: Wir waren fortan nicht mehr allein, die häusliche Tristesse hatte ein Ende. Es folgten Wochen der Eingewöhnung und der wichtigen Phase der Sozialisierung.
Wir haben von vielen Seiten gute und plausible Ratschläge erhalten zum Thema ‚wie mache ich aus einem halbstarken Terrier einen vernünftigen'. Während der ersten 18 Monate dachten wir, es wird uns nie gelingen, Terrier sind eben so, finden wir uns damit ab. Danach jedoch fing unsere Maggie an, die typische Eleganz, Erhabenheit, Mut und Loyalität die den Schotten im Besonderen innewohnt, zu entwickeln. Nun ist aus Maggie eine erwachsene, selbstbewusste und charaktervolle Lady geworden. In dem Buch ‚der Scottish Terrier' von Ute Luig haben wir mit Freude gesehen, wie wohl sich Scotties in gleicher Gesellschaft untereinander fühlen. Unsere Maggie war ein wenig einsam, sie hatte zwar unser aller Herzen erobert, aber ich glaube sie hat die Gemeinschaft mit anderen Hunden vermisst.
Und so reifte der Entschluß, eine Zucht innerhalb des KfT aufzubauen. Die notwendigen Zuchtzulassungsprüfungen wurden durchgeführt, das kynologische Wissen aufgebaut und die Zuchtstätte beantragt. Bei der Zuchtschau im März 2008 in Landshut begegneten wir das erste Mal Ute und Andreas Luig persönlich. Wir waren begeistert von den wunderbaren Deckrüden, der edle Raglan Regulus hat uns am allermeisten beindruckt. Wir haben für die nächste Läufigkeit von Maggie dann einen Hochzeitstermin ausgemacht. Am 24. April war es soweit: Wir fuhren 650 km von Neubiberg nach Hattingen. Regulus der Routinier hat die Aufgabe glänzend gemeistert. Am 24. Juni hat uns Maggie 5 bildhübsche Welpen, 4 Buben und ein Mädele, geschenkt.